Deutsche Gesellschaft für Elektrostimulation und Elektrotherapie e.V. (GESET) [www.geset.de]

Inhalt der ZEE 1/2004

 

 


Elektrostimulation auf dem Laufband. Methodik und erste Ergebnisse einer Kombinationstherapie

K. Busch (1), Th. Mokrusch (2), D. H. W. Grönemeyer (3)
(1) Universität Witten/Herdecke, (2) Neurologie und Frührehabilitation, Hedon-Klinik Lingen, (3) Lehrstuhl für Radiologie und Mikrotherapie, Universität Witten/Herdecke

Zusammenfassung

Hintergrund: Das Wiederherstellen der Mobilität und Selbständigkeit ist das wichtigste Ziel der Gangschulung in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten. Frühere Studien zeigten in Einzeluntersuchungen die positiven Effekte der funktionellen Elektrostimulation (FES) und der Laufbandtherapie (LB) in der Gangrehabilitation von Schlaganfallpatienten. In dieser Studie wird eine neue Methode für stationäre Patienten mit Schlaganfall mittels Phasenablaufsteuerung und serieller Geräteschnittstelle zwischen Stimulator und Laufband vorgestellt. Die Ergebnisse der Kombinationstherapie (FES-LB) wurden mit denen der Physiotherapie nach Bobath (SPT) verglichen.
Patienten: Jeweils 7 Patienten wurden randomisiert den Gruppen FES-LB und SPT zugeordnet. Methode: Die Effekte jeder Therapiemethode wurden durch Ganggeschwindigkeit und den Physiological Cost Index ermittelt.
Ergebnisse: Die Kombinationstherapie hat nach einer vierwöchigen Behandlung einen höheren therapeutischen Nutzen bzgl. der Ganggeschwindigkeit und des Energieverbrauches als die physiotherapeutische Maßnahme.
Diskussion: Der Therapievorsprung der FES-LB im Vergleich zur SPT ist auf die repetitiven Bewegungen und die zentralnervöse Plastizität zurückzuführen. Die Ergebnisse sind jedoch erst vorläufig und müssen durch weitere Untersuchungen belegt werden

 

Schlüsselwörter: Funktionelle Elektrostimulation, Laufbandtraining, Bobath-Therapie
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Elektromedizin begleitet die Menschheitsgeschichte

E. W. Eckert
Bonn

Zusammenfassung

Der Normalbürger mag sich vage erinnern, dass es Elektrizität für jedermann erst seit reichlich hundert Jahren gibt und sich einige Zeit davor noch Forscher wie Ohm, Kirchhoff, Siemens, Weber, Gauß, Faraday u.a. mit dem Phänomen der Elektrizität beschäftigten. Wie also kommt eine solche Überschrift zustande? Ganz einfach: Durch die Natur, zu deren Erkenntnis wir allerdings erst in der jüngsten Phase der Menschheitsgeschichte die Mittel und Möglichkeiten haben.
Folgt man der Schöpfungsgeschichte, so steht am Beginn des Universums das Licht, d. h. Energie in Form elektromagnetischer Strahlung. Über das genaue Alter des Universums gibt es verschiedene Ansichten, aber alle geben eine stattliche Anzahl von Milliarden Jahren an. Die Geschichte des homo sapiens und seiner Vorläufer liegt in der Größenordnung von 6 Millionen Jahren, im Vergleich zu Universum und Erdgeschichte eine Kleinigkeit. Der Mensch betrat die Erde in einer beruhigten Zone der Entwicklung der irdischen und kosmischen Umwelt, setzte sich gleichsam ins gemachte Nest, und dabei spielt die natürliche Elektrizität eine gewaltige Rolle. ...

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Das Ende eines Medizintechnikunternehmens – auch ein Ende für die Patienten?

R. Rupp
Orthopädische Universitätsklinik, Heidelberg

 

Im Oktober 2001 findet J. K. ungewöhnliche Post in seinem Briefkasten: Der Vertriebsbeauftragte für Deutschland der Firma Neurocontrol bedankt sich in knappen Worten für die bisherige Zusammenarbeit und teilt ihm ebenso neutral mit, dass er von nun an keine Produkte mehr von der Firma Neurocontrol vertreiben wird, da diese den Vertrieb für Europa eingestellt hat. J. K. denkt zuallererst an die Neuroprothese in seiner Brust, die ihm vier Jahre nach seinem Unfall wieder eine Benutzung seiner gelähmten Hand ermöglicht. Was tun, wenn der Stimulator defekt ist? Oder der externe Steuercomputer seine Dienste nicht mehr erfüllt? Wie sieht es mit Ersatzteilen aus? Unzählige Fragen werden gestellt, Unsicherheit macht sich breit. So ging es nicht nur J. K., sondern noch fünf weiteren Patienten in Deutschland, die eine sogenannte Freehand Neuroprothese implantiert bekommen haben. ...
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